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Verkehr, Achillssferse der Stadt

Starnbergs Vorzug – die fantastische Lage zwischen See, Moos und Moränenhügeln ist auch seine Achillesferse. Die Autobahnbrücke über die Würm ist das Nadelöhr, das der Durchgangsverkehr und alle Starnberger selbst, die nicht die S-Bahn nach München nutzen, passieren müssen.

Die Sache wird nicht besser durch unseren relativ hohen Wohlstand. Wir Starnberger haben eine der höchsten Autodichten der Republik. Die Geburtenzahl wird jährlich durch die Erstzulassungen von Neuwagen überstiegen. Bald haben wir mehr Autos als Einwohner. Wir wissen alle: Zu viel Autoverkehr und Staus sind nicht gut, selbst wenn man in teureren Autos sitzt. - Verkehr machen wir alle auch selbst und gerade beim Autoverkehr bewahrheitet sich der Satz: "Die Stadt ist das, was wir selbst daraus machen".

 

 

Unsere Ziele zur Verkehrsvermeidung:

  • „Stadt der kurzen Wege“ – keine Versorgungsfahrten quer durch die Stadt
     
  • Umsetzung der Ziele gemäß Stadtentwicklungsplan „Vision 2025“
     
  • Bündelung des Verkehrs – Ausbau leistungsfähiger Hauptachsen - Vermeidung von Schleichverkehr
     
  • Vergrößerung des Parkhauses am Bahnhof Starnberg Nord – Stärkung des ÖPNV
     
  • Verlagerung des externen Durchgangsverkehrs – Attraktivitätssteigerung der Innenstadt für uns Starnberger
     

Unsere Verkehrspolitik folgt den Erkenntnissen der modernen Mobilitätsforschung. An erster Stelle steht die Verkehrsvermeidung, an zweiter Stelle die Förderung des öffentlichen Personennahverkehrs und an dritter Stelle die Bündelung des Individualverkehrs auf wenigen leistungsfähigen Verkehrsadern.

Die gesündeste Art der Verkehrsvermeidung ist das Zu-Fuß-Gehen und das Radfahren. Allerdings kann man auf diese Weise nicht den Wocheneinkauf für die Familie erledigen und das begabte Kind rechtzeitig in der Musikschule abliefern. Außerdem ist Starnberg ganz schön hügelig. Wir arbeiten also an dem Ausbau der Radwege und an der Verbesserung der Aufenthaltsqualität unserer Straßen im Interesse der Fußgänger. Mehr Verkehrsvermeidung kann die Stadtentwicklung leisten – allerdings nicht in kurzatmigen Zeitrahmen. Wir versuchen langfristig, ein Konzept der „Stadt der kurzen Wege“ umzusetzen.

Die Baurechtsentwicklung geht nicht mehr in den Außenbereich mit der Folge langer Wege, sondern konzentriert sich im Innenbereich vornehmlich auf die Standorte mit hoher ÖPNV Lagegunst. Auf diese Weise wollen wir auch nicht die Verdichtung in die Villenviertel pressen und deren Charakter und Atmosphäre zerstören. Die Starnberger sollen möglichst in ihrer Nähe auch die Waren des täglichen Bedarfs besorgen können (der Sinn von ALDI und dem neuen Tengelmann an der Weilheimer Straße war, viele Versorgungsfahrten quer durch die Stadt zu vermeiden). Kindergärten und die Grundschulen bleiben in der Nähe der Wohngebiete. Da sind wir jedenfalls besser als die Kirchen, die sich nicht mehr in der Lage sehen, überall zu garantieren, dass die Kirche im Dorf bleibt.

Für die Verknüpfung der individuellen Mobilitätsarten mit dem öffentlichen Personennahverkehr haben wir mit dem Bau des Bahnhofs Nord eine funktionierende Herzkammer geschaffen. Nur dort war die Verknüpfung der lokalen und überregionalen Busnetze sowie der S-Bahn und der landschafts- und stadtbildverträgliche Bau eines großen Parkhauses möglich. Dieses Parkhaus ist für eine Aufstockung vorbereitet, die Kapazität der Haltestelle soll um einen Regionalzughalt ergänzt werden. Das Busangebot haben wir in den letzten Jahren kontinuierlich vergrößert und werden an diesem Kurs auch die nächsten Jahre festhalten. Um zu einer tatsächlichen für jeden spür-, hör- und riechbaren Vermeidung von Autoverkehr in unserer Stadt zu kommen, unterstützen wir jede Maßnahme, die zu einer stärkeren Nutzung des Busangebotes durch die Starnberger Bürger beiträgt.

Für den Individualverkehr, also die Autos, vertreten wir den Grundsatz der Bündelung, d.h. den Ausbau leistungsfähiger Hauptachsen und die Verschonung der Wohngebiete von der Seuche des Schleichverkehrs.

Wir sind für verkehrsberuhigende Maßnahmen in den Wohngebieten, die keine größeren Verkehrsverlagerungen in andere Wohngebiete zur Folge haben. Weitere Maßnahmen sind aus unserer Sicht erst dann sinnvoll und möglich, wenn der externe Durchgangsverkehr durch Starnberg signifikant reduziert wurde. Deshalb treten wie vehement für eine möglichst schnelle Verlagerung des externen Durchgangsverkehrs durch eine machbare Lösung ein.

 Unsere Experten und engagierte Bürger für Verkehr: Für umsetzbare Verkehrskonzepte in Starnberg setzen sich Dr. Thorsten Schüler mit seiner beruflichen Erfahrung aus den Bereichen Verkehrsforschung, Verkehrstechnik und Verkehrsplanung sowie Dr. Materna Weskamp als täglich praktizierende städtische Fahrradfahrerin ein. Das rechtliche Rückgrat bilden Prof. Dr. Otto Gassner, Patrick Janik und Andrea Stöppler als Rechtsanwälte sowie Dr. Jürgen Busse als Baurechtsexperte. Sein Fachwissen als Taxiunternehmer bringt Erwin Seethaler ein. Helge Walter als ehemaliger Vorsitzender des Stadtmarketings und Walter Wenzel sowie Hans Saegmüller und Andrea Molline-Greiner als Vertreter von Wirtschaft und Einzelhandel steuern ihre Erfahrungen bei.