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Kultur in Starnberg

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Kultur in Starnberg ist mehr als abends die Straße nach München zu den Theatern. Wir können zwar München nicht ernsthaft Konkurrenz machen, aber Starnbergs Angebot im kulturellen Bereich hat sich in den letzten Jahren beachtlich entwickelt. Mit dem Bau der Schlossberghalle hat der Starnberger Kulturleben gewaltigen Auftrieb erhalten. Nicht nur die örtlichen Vereine, sondern auch ein Angebot an professioneller Kultur – Theater, Kabarett, Lesungen Konzerte etc. – präsentiert sich dem Starnberger Bürger.

Das Heimatmuseum haben wir zum Museum Starnberger See ausgebaut. Seine Exponate veranschaulichen nunmehr nicht nur das Leben von „Hofmarksherren“ und  einer Starnberger Fischerfamilie in früherer Zeit sondern erstrecken sich auf die kulturelle Bedeutung des gesamten Sees, dessen höfische Schifffahrt erstmals den Ruhm unserer schönen Heimat europaweit bekannt gemacht hat. Der Delphin, das letzte erhaltene Prunkschiff der Wittelsbacher, hat nun im Museum eine dauerhafte und sichere Bleibe gefunden. Daneben hat man beim Bau die Fundamente der ersten Starnberger Kirche, St. Benedikt, entdeckt, ausgegraben und restauriert, so dass sich der Besucher mit etwas Fantasie ein Bild machen kann. Tests an den Gebeinen der hier bestatteten und ebenfalls aufgefundenen Ur-Starnbergern ergaben eine Datierung in die Zeit vor 600 n. Chr., so dass wir nun wissen, dass in Starnberg Menschen schon zur Zeit der Staatswerdung Bayerns gelebt haben.

Das Finanzamt Starnberg wächst zunehmend über die Raumkapazitäten des Schlosses hinaus und die Eigentümer der Villa Almeida sind nicht mehr in Starnberg ansässig. Hier zeichnen sich neue Herausforderungen für die bauliche und kulturelle Kreativität des Starnberger Stadtrats ab.

Ebenfalls im Kulturbereich ist zu vermerken, dass die Stadt Starnberg unter die Buchverleger gegangen ist. Seit 2010 gibt es den „Kulturverlag Stadt Starnberg“. In mittlerweile neun Bänden, die alle opulent ausgestattet sind, wird die Geschichte Starnbergs erzählt, wobei in jedem Band eine besondere Facette unserer Stadt beschrieben wird. Wir werden diese Buchreihe fortsetzen. Zuletzt hat Herr Gerhard Schober in zwei Bänden die Siedlungs- und Baugeschichte von Starnberg aufbereitet. Nur wenn man diese Bücher liest und sich mit den Fakten auseinandersetzt, beginnt man zu verstehen, warum Starnberg einerseits an vielen Stellen beispiellos schön und an anderen Stellen öde und banal ist. Starnberg ist historisch nicht aus sich selbst heraus entstanden und gewachsen, sondern immer auch als funktioneller Teil der Landeshauptstadt München. Auch heute leben wir mit der Landeshauptstadt in einer Symbiose mit Vorteilen und Nachteilen – und das nicht nur im Kulturbereich.

Im Rahmen der Seeanbindung haben wir bereits das unter Denkmalschutz stehende Bahnhofs­gebäude erworben. Eine Planung für eine Umgestaltung im Inneren und ein Nutzungskonzept liegen vor. Hier stehen jetzt insbesondere Verhandlungen mit den Denkmalschutzbehörden an. Außerdem muss die Nutzung natürlich an die nahe daran vorbeifahrende Bahn angepasst werden. Wenn wir durch die Seeanbindung die Gleisanlagen zum einen drastisch verkleinert und zum anderen vom See weg zurückgedrängt haben, werden wir bei der Gestaltung des neuen Seeufers auch künstlerisch ästhetische Projekte integrieren. Wir hatten ja schon während der Feierlichkeiten zur 100-jährigen Stadterhebung eine temporäre Seebühne, deren Vorstellungen großen Anklang fand.

 

Unsere Experten für Kultur
Für Stärkung der Stadtästhetik setzen sich die Architekten Hella Baehr-Rödel und Walter Mayer ein. Im Bildungsbereich sind unsere Gymnasiallehrerin Alexandra Hallweger und die Buchhändlerin Andrea Molliné-Greiner zu nennen. Die Schauspielerin Meisi von der Sonnau engagiert sich beim Kulturangebot der Stadt. Für den Erhalt unserer Ortsteile engagieren sich Anke Harst, Ludwig Deininger und Winfried Wobbe in Wangen sowie Anna Wickler in Hanfeld.